......das täglich Telefonieren zwei-drei mal täglich wurde seid Papas tot zum Alltag bei mir und meiner Mama.

Ich rief sie morgens an wenn ich wach war,erkundigte mich nach Ihrer Nacht, wie es ihr ging und was sie den Tag über vor hatte,ob sie all Ihre Tabletten zu sich genommen hat und und und...

Mittags eine kurze Kontrolle ob alles okay sei und was sie gerade macht...

Abends das checken ob sie den Tag gut überstanden hat und eine gute nacht gewünscht..zwischenzeitich immer etwas gejammer und geweine.

Ich rief Mama also an, wie jeden Tag! Sie war nicht gut zurecht,klagte über Bauchweh, sagte sie habe die Nacht nicht geschlafen vor Schmerzen,könne weder Essen noch zur Toilette..sie war bereits auf dem weg zum Arzt und wenn meine Mama da freiwillig hingeht ,sollte das schon was heissen.

Als ich kurze Zeit später wieder anrief ging sie nicht ans Telefon,es war Mittwoch Nachmittag und mir war klar das sie nun auf keinen Fall mehr beim Arzt sein konnte.Ich rief meine Brüder an ,doch die wussten auch von nichts.Ich rief bei Mamas Ärztin an und wartete den Anrufbeantworter ab ,dort wurde für dringende Notfälle die Handynummer der Ärtzin durchgesagt.Sofort rief ich diese an.

Sie durfte mir keine große Auskunft geben, nur das Mama mit dem Notwagen ins Clemenshospital nach Münster gebracht worden ist.Sofort rief ich dort an , bekam aber durchs Telefon auch keine Auskunft.

Ich rief meine Brüder an,aber beide waren Beruflich eingeschränkt das sie auch nicht hin fahren konnten.Ich telefonierte meine Freundesliste durch wer zeit für mich hatte. Ein guter Freund ,der liebe Daniel fuhr sofort mit mir nach Münster.Dort angekommen machte meine Mama große Augen,woher ich wusste wo sie ist.Aber in meiner Panik sie nicht zu erreichen,musste ich alles mögliche versuchen um zu erfahren wo sie ist.

Sie hatte Schmerzen und die Untersuchungen liefen bereits.Aber alle Sorge war umsonst.Es war zum Glück "nur" die Gallenblase, die sehr Entzündet war und durch eine Op entnommen wurde....

Nach einigen Tagen durfte sie nach hause und ich war so erleichtert und heil Froh dass es nichts schlimmeres war.Durch den Verlust von Papa lebte ich in ständiger Angst ,sie können auch sterben.Dieses ständige Kontrolieren wie es ihr geht, was sie macht, wo sie ist, ob sie ihre Tabletten genommen hat etc. nervte sie sehr , aber es war meine Art und Angst sie auch zu verlieren und sie wusste auch das ich es nur gut meinte. Es war okay für sie , denn sie hatte auch auch großartig niemanden mehr ausser mich. so schweisste uns alles sehr zusammen.

Wir führten ein Gespräch über meine Angst , sie auch zu verlieren und sie machte mir klar das es zum Leben dazu gehört und ich es ihr gönnen solle irgendwann Papa hinter her zu gehen, das mein Leben dann weiter geht und es so im Sinne der Natur wäre, viel besser als müsse Sie eines Tages meinen Tot ertragen.Sie nahm mir ein wenig die Angst und es erleichterte mich wie locker sie das alles sah und zeigte mir das sie wenig Angst vor dem Tot hatte.Somal ich ja auch wusste wie sehr sie der Tot von Papa belastete und wie sehr sie Ihn vermisst.Einmal bot ich ihr an , bei mir zu wohen damit sie nicht so alleine ist ,doch ihre Antwort darauf war: Nichts, niemals zieh ich mehr um, das einzige wo ich noch hingehe ist zu Papa!!

 

 

Einige Tage später ,in unserem Telefonat war Mama sehr schlecht drauf, jammerte wieder über Bauchweh... das sie nicht zur Toilette kann, sich die Nacht übergeben hatte und sie sehr schlecht zurecht wäre.Ich bat sie noch mal den Arzt aufzusuchen aber sie meinte das sie vor schmerzen kaum laufen können. Sie wollte versuchen ein wenig zu schlafen und wenn es nicht besser werden würde, wollte sie meinen Bruder benachrichten ,das er mit ihr zum Arzt fuhr.Keine Stunde später rief mein Bruder mich an...

Mama musste wieder mit Blaulicht ins Krankhaus gebracht werden,war zusammen gebrochen und erbrach Blut und Kott!!Panik machte sich breit..

Sofort machte ich mich wieder mit Daniel auf dem Weg ins Krankenhaus.Bei Mama angekommen bekam ich sofort einen Schlag ins Gesicht.Sie lag da,stöhnend und sich ständig übergebend.In diesem Moment war mir sofort Klar,diesmal ist es ernst!Sie sah so furchtbar aus und ich fühlte mich so wahnsinnig Hilflos.Ich musste das Zimmer verlassen und Daniel erst mal in die Arme falle.Ich rief meine Brüder und Nichten an und Berichtete den Stand.

Von diesem Tag an ging der Alptaum los.Ich war jeden Tag dort und jeden Tag kam was neues dazu.Mama hatte Verdacht auf Darmverschlingung, aber die konnten zuerst nicht Operieren da ihr Kreislauf Zustand zu Labil war.Sie musste Kontrastmittel schlucken und stündchen geröngt werden um festzustellen wo die Verschlingung ist um dort zu operieren sobald sie stabil genug war.In der zweiten Nacht landete sie gleich auf der Beobachtungsstation und sie musste sie dann doch Operieren.Der Verschluss wurde gelöst, etwas Dickdarm entnommen und dann der Schock,ein Tumor, sprich Krebs wurde entdeckt.

Mama war am nächsten Tag wieder ansprechbar,Op hatte sie gut überstanden und es sah soweit ganz gut aus. Klar wussten wir nun sie hat Krebs,aber selbst das ist ja heut zu tage nicht immer gleich ein Todesurteil.Die Ärzte machte uns Hoffungen und Mama ging es besser.

Einige Stunden später bekam Sie plötzlich bedrohlich hohes Fieber.Erbrach sich wieder und baute ab.Eine weitere NotOp musste eingeleitet werden.....Befund: Bauchfellentzündung.Kot war in den Bauch gelandet und hatte sich schon verteilt so das eine Entzündung bzw Vergiftung im Körper war.Ein künstlicher Darmausgang wurde gelegt.Die Nieren haben sofort einen mitbekommen und arbeiteten nicht mehr richtig mit.Sie musste ins künstliche Koma gelegt werden und an die Vollzeitdialyse....von da an kam immer was neues, Wasser in der Lunge,Wasser im Herz...ihr ganzer Körper schwämte auf.Abends kam der Anruf es sähe schlecht aus und wir müssen mit dem schlimmsten Rechnen ,sie würde wahscheinlich die Nacht nicht überleben.

Wir fuhren alle ins Krankhaus. redeten mit ihr, machten Ihr Mut..und hatten alle wahnsinnige Angst.Ich sagte ihr das ich sie hier mehr brauche als der Papa da oben:-( als wir gingen war uns klar,das sie morgen nicht mehr da ist.Es war eine furchtbare Nacht,ich hab nur geweint, nicht geschlafen,immer wieder aufs handy geschaut,im Krankenhaus angerufen und irgendwann morgens vor erschöpfung eingeschlafen.Als ich dann am morgen im Krankenhaus anrief ,sagte man mir mit voller Freunde das sich ihr Zustand rapiede verändert hatte.Sie wäre stabil und wenn sie sich so halten würde,würde man sie in 4-5 Tagen aus dem Koma holen.So war es dann auch, sie war wieder da.Sie war wieder ansprechbar und das Beatmungsgerät wurde entfernt nur die Dialsye musste weiter laufen,man hatte allen Mut das meine Mama die alte Kämpfernatur es doch geschafft hätte.Der Krebs hatte noch nicht gestreut und sah so aus als wäre er aufjedenfall mit einer Chemo zu behandeln.

Es ging ihr den umständen entsprechend ganz okay, nur wurde sie langsam etwas verwirrt.Sie fragte nach meinem Vater,..wollte wissen wie es dem justin im Kindergarten gefällt , der aber bereits in der Schule war und einen Tag später erkannte sie ihre eigene Tochter nicht mehr.Mir blieb die Luft weg.Ich redete mit ihr und plötzlich schaute sie mich Böse an.Ich fragte sie ob sie mich erkennen würde,ob sie wüsse wer ich bin und sie nickte immer Nein! Ich sagte: hey ich bin s verena, deine lieblingstochter... aber sie nickte wieder nein! Ich musste sofort den Raum verlassen, an diesem Tag  brach meine Welt nun völlig zusammen.

Doch auch dieser Zustand hielt nicht lange an.Ihre Lunge und Nieren rappelten sich einfach nicht so auf wie sie es sollten.Sie bekam wieder Fieber ,Ihre Organe machten schlapp und sie musste erneut beatmet und dann auch wieder ins Koma gelegt werden.Der Beatmungsschlauch machte ihr zu schaffen und musste trotz Koma immer wieder würgen,so das erbrochenes in die Lunge gelang und sie einen Kehlkopfschnitt durchführen mussten ,damit der Schlauch aus dem Hals kam.Kurz vor der Op machte ihr Herz schwierigkeiten und sie mussten Ihr einen Herzschrittmacher setzen.Am nächsten Tag wurde die Op dann ein weiteres mal versucht,mit erfolg ,doch Mama hatte bereits eine Lungenentzündung.

Nach einiger Zeit versuchte man es erneut sie aus dem Koma raus zu holen,doch leider ohne wirklichen Erfolg.Laut Ärtze,Maschinen und Gesundheitsbild müsste die ansprechbar sein, die Augen öffnen und reagieren aber es kam rein gar nichts mehr. Sie lag nur noch reglos da, ab und zu flimmerten ihre augenlieder ein wenig,ihr puls ging minimal höher wenn man sie ansprach und das wars.Wir streichelten sie, redeten ununterbrochen mit ihr, gaben ihr Küsschen aber nichts... Es wurden neue untersuchungen gemacht und dort wurde dann festegstellt das sie bereits Hirnschäden erlitten hätte, das war also der Grund für ihr regloses Verhalten!

Nun kam der Tag an dem wir uns alle im Krankhaus versammeln mussten,wir hatten einen Termin mit den Ärzten die uns über Mamas Situation aufklärten und uns sagten wie es weiter gehen sollte/könnte... der Punkt war der, es ginge nicht mehr weiter. Die Ärzte waren auch langsam an ende und wussten nicht mehr weiter. Ihr Körper streikte, jeden Tag was neues,zu viele Baustellen... Sie lebte nur noch dank Maschinen und hätte sie das gewollt? Und die Anwort wussten wir alle.Die Ärtze wussten auch von dem vorfall mit meinem Vater und waren der selben Meinung wie wir.............. ------>>> ( nächste Seite)


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